24.01.2022 Nach dem Börsendonner! Was nun?

Am Freitag wurde bei den Indizes weltweit viel Porzellan zerschlagen, allerdings im Gesamtbild ist noch nicht aller Tage Abend. Der DAX befindet sich immer noch in einer Korrektur, welche auch als Markterscheinung normal sein dürfte. Denn die entscheidenden Unterstützungen sind noch nicht gebrochen und dürften so wie es im Augenblick scheint auch immer noch halten. Erst wenn die 14800 per Tages und besser gar Wochenschluss gebrochen sind, dürfte es auch bei Index DAX kein halten mehr geben. Dort sollte sich die Falltür brutal öffen können, idealerweis mit einem GAP Down ohne Rückfahrkarte. Die Situation lässt eine solche Spekulation zu jedoch steht im Augenblick für die Bullen sogar eine technische Hoffnungsformation in Entwicklung. Eine bullische Wolfe Wave, welche in der großen Formation den 8.2 als Apex hat und im kleinen Format die 14.2 als solche erkennen lässt.

Ich erwarte für den Dax heute nach dem GAP Down weitere Abschläge und die US-Indizes dürften am Anfang dieser Woche auch nicht gerade glänzen können. Der Dax könnte sich vielleicht aufrappeln und die Kurslücke vom Kassahandel bei 15603 schließen, aber ab da sollte es spätestens weiter fallen können. Einen möglichen Boden sind die 15300 später die 15260, geht DAX da durch fällt er wahrscheinlich gleich direkt bis 15060, dem Tief vom 20.12.2021 durch. Ab da wird es tatsächlich spannend.



Spekulativ sind die Bären momentan im Vorteil, aber wie bereits erwähnt erst unter 14800 brüllt der Bär durchs Tal. Bis dahin muss man sich gedulden, denn wenn die 14800 erneut halten, dürfte es auch wieder sonnige Tage geben können.

Allerdings stehen die Zeichen für diesen Hoffnungsschimmer eher vage, denn die US-Indizes sind allesamt am Haken der Bären.



Diese Woche dürfen zum Beispiel Tesla und Intel ihre Zahlen präsentieren und könnten zumindest mit starken Ausblicken die Situation etwas gerade biegen, denn immerhin sind diese Werte ja Fluch und Segen zu gleich. Was bei schlechten Aussichten dann jedoch für viel Unruhe sorgen könnte.

Am Mittwoch darf dann Jerome Powell mal wieder seine Ansichten der Welt erklären und bei den bisherigen „Sturm“ seit Anfang des Jahres, könnte es auch sein, dass er den Bullen einen möglichen Gefallen tut und mit sanften Worten und einen differenzzierten Bild zu den möglichen Leitzinserhöhungen etwas positives abgewinnen lässt.

Jedoch durch die extreme Inflation in den USA sollte der Weg eigentlich auch klar sein können. Joe Biden hat es gefordert und die FED ist der Regierung im Grunde immer unterstützend zur Seite. Drohungen kamen diesbezüglich allerdings aus China und was das zu bedeuten hat weiß ich nicht, allerdings ist man als Notenbank souverän, dürften Chinas Drohungen im Grunde ohne Wirkung sein.

Frau Lagarde hat für mich kommende Woche den Satz der Woche gelassen. Wir haben die Inflation so nicht kommen sehen.

Was macht man da eigentlich im Elfenbeinturm? Wer nicht selbst einkaufen geht, keinen Dienstwagen betankt oder gar sonstige Dinge des normalen Lebens selbst berappt, bekommt scheinbar wohl gar nichts mit, was an der Kasse im Supermarkt, dem Bill im Restaurant oder an der Zapfsäule so passiert. Ein Jammer aber was solls. Der Markt dürfte es auch hier tatsächlich richten. Es werden möglicherweise wohl noch schwere Monate für alle Teilnehmern der Lotterie.



Beim Bitcoin brechen nun besonders schwierige Wochen an. Die Unterstützung bei 40.000 ist gebrochen und die 34700 sind stark gefährdet. Ich glaube im wesentlichen geht es nur noch um drei Unterstützungen welche relevant sein dürften. Die knappen 30.000 vom März 2021, die 20.000 als absolute Unterstützung und bricht diese dürfte es sogar noch zwei Etagen tiefer fallen können. In wie seit 15.000 oder gar die 10.000 aufgesucht werden könnten ist mir gedanklich fern, aber da der Kryptomarkt nicht reguliert ist könnte es einen brutalen Abverkauf geben.

Man sollte im Hinterkopf haben, dass sehr viel junge Anleger gehebelt in Krytos investiert sind und vor allem in den USA sehr viele junge Anleger ihre Depots mit diese Assets überproportional gefüllt haben. Eine Schieflage könnte durchaus Potential für düstere Handelssequenzen haben. Wenn dieser Abverkauf beendet ist, haben einige Kryptos das Potential für große Bewegungen nach Norden. Denn die Banken arbeiten an Einstiegen für diese Anlegeform. Selbst die deutschen Sparkassen. Man staunt!

Ich bin spekulativ Short in DAX, Palantir, Nasdaq100, Bitcoin, Öl Sorte Brent und Apple investiert.


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